Zwei großen Fragen

Was die Dramaturgie des Puppentheaters betrifft, gibt es für mich zwei entscheidende Fragen:

Wie funktioniert Puppentheater? Ist der Kasper der Kasper? Oder stellt er den Kasper dar? Oder ist er ein Stück Holz, das im Auge des Betrachter zum Kasper wird? Oder ist er ein Medium, das den Kasper des Spielers an den Betrachter vermittelt? Oder ruft der Spieler den Archetypus „Kasper“ im Betrachter hervor? Funktioniert es als Täuschung? Funktioniert es als Reflex? Für das Schauspiel gibt es schon einige belastbare Theorien. Für das Puppentheater habe ich sie noch nicht gefunden.

Warum ist das Puppentheater besonders für Kinder, Primitive und Kunstsinnige? Auf jedenfall ist es nicht „normal“. Alle, die mit dem Puppentheater zu tun haben, müssen die Erfahrung machen, dass man es nicht als vollwertig – in welchem Sinne auch immer – wahrnimmt. Ich habe den Verdacht, dass der Grund für diese Geringschätzung in der Form selber liegt, also außerhalb von Traditionen und Sehgewohnheiten.

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