Zamir: „Puppets“

Eine weitere enttäuschende Lektüre. Obwohl in einer angesehen Zeitschrift veröffentlicht, (Critical Inquiry) kommt auch dieser Artikel nicht über Allgemeinplätze hinaus. Wieder geht es um die Subjekt-Objekt-Beziehung von Puppe und Puppenspieler. Zamir arbeitet sich dafür leider an bekannten aber wenig hilfreichen literarischen Figuren ab, um dann festzustellen: „Pinocchio is not really a puppet“. So geht es ihm auch mit dem Paar Pymalion/Galathea, in dessen Betrachtung er die Problemstellung stilvoll aber weit verfehlt. Zwar kommt auch Neville Tranter zu Wort, das ideale Gespann macht Zamir aber in Sisyphos und seinem stummen Stein aus.

Wie in vielen Texten zu Puppentheater erinnert das Vorgehen an jene Witzfigur, die ihren verlorenen Schlüssel im Licht der Straßenlaternen (hier: der Literatur) sucht, statt dort, wo sie ihn verloren hat (hier: das Theater).

Tzachi Zamir: Puppets (bei Scribd), (bei WorldCat.org – mit Angaben zu Ausgaben in deutschen Bibliotheken)

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